Die angehende Industriekauffrau mit Zusatzqualifikation Fremdsprachen Annika Ott über ihre Ausbildung bei der Firma Späh.

Die Ausbildung zum/ zur Industriekaufmann/- frau ist sicher den meisten ein Begriff. Doch was hat es mit der Zusatzqualifikation Fremdsprachen auf sich?

Der Unterschied ist, dass man quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Während man die ganz klassische Ausbildung zum/ zur Industriekaufmann/ -frau macht, erwirbt man zusätzlich noch einen Abschluss in die Fachrichtung internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen. Diese Zusatzqualifikation bringt viele Vorteile mit sich. Zum einen bekommt man sie, ohne zusätzlich Zeit aufzuwenden, da diese Ausbildung nämlich nur 2,5 Jahre anstatt wie bei der klassischen Ausbildung 3 Jahre dauert. Das liegt daran, dass hierfür die Fachhochschulreife oder Abitur vorausgesetzt wird.
Auch in der Berufsschule gibt es einige Unterschiede. Allgemeinbildende Fächer wie beispielsweise Gemeinschaftskunde und Deutsch fallen weg. Dafür hat man zu den typischen Fächern (Steuerung & Kontrolle, Gesamtwirtschaft,…) eine zweite Fremdsprache (zusätzlich zu Englisch in meinem Fall Spanisch) und spezifische Fächer wie Außenhandel und Controlling.

Wie läuft die Ausbildung bei der Firma Späh eigentlich genau ab?

Bei der Firma Späh durchläuft man während der Ausbildung alle Abteilungen in der Verwaltung. Dazu gehören die verschiedene Vertriebsabteilungen, der Einkauf, die Buchhaltung, das Qualitätsmanagement sowie kleinere Abteilungen wie Personal, Marketing, Versand, Kalkulation und Arbeitsvorbereitung. Die Auszubildenden mit Zusatzqualifikation Fremdsprachen kommen während ihres Durchlaufs beispielsweise in den Vertrieb Export, da dort mit internationalen Kunden gearbeitet wird. Auch im Einkauf werden Fremdsprachenkenntnisse gebraucht, da man hier mit Lieferanten aus aller Welt zu tun hat.

Das Beste kommt aber noch: Man wird für zwei dreiwöchige Auslandspraktikums einmal nach Dublin in Irland und einmal nach Cuenca in Spanien oder Paris in Frankreich geschickt.

Was passiert eigentlich bei den Auslandsaufenthalten?

Zuständig für die Organisation des Auslandspraktikums ist die Berufsschule. Sie kümmert sich um die Organisation der Unterkunft und der Praktikumsstellen.

Während beiden Aufenthalten ist man bei Gastfamilien untergebracht. Das bringt unzählige Vorteile mit sich. Zum einen ist man sozusagen „gezwungen“ die Sprache des jeweiligen Landes zu sprechen, und kommt nicht in die Versuchung, doch wieder zu Deutsch überzugehen.  Außerdem wird man ins tägliche Leben der Gastfamilien miteinbezogen. Man lernt so viel kennen – das Land, die Kultur und die Menschen.

Mein erstes Auslandspraktikum hat in Spanien in der Stadt Cuenca stattgefunden. Cuenca ist eine kleinere Großstadt und liegt genau zwischen Madrid und Valencia. Dort habe ich vormittags in einer Grundschule gearbeitet und nachmittags Spanischunterricht in einer Sprachschule bekommen.
In der Grundschule habe ich die Lehrer meistens im Englischunterricht begleitet. Während meines zweiten Aufenthalts war ich in der irländischen Hauptstadt Dublin. Über ein Viertel aller Bewohner Irlands leben in Dublin und der näheren Umgebung.
In Dublin habe ich in einer Firma gearbeitet, die Schallplatten herstellt. Dort habe ich entweder geholfen die produzierten Schallplatten zu kontrollieren und zu verpacken oder habe im Büro verschiedene Recherchen durchgeführt.

Meine Ausbildung bei der Firma Späh ist also wahnsinnig abwechslungsreich, und das Highlight ist definitiv die Möglichkeit, zwei Mal ins Ausland zu gehen, ohne dass ich selbst finanziell dafür aufkommen musste – dank der Tatsache, dass der Betrieb die Kosten übernimmt.