Wirtschaftswelt2020-04-03T15:46:17+02:00

Corona-Hilfen: Informationen für Unternehmen im Landkreis Sigmaringen

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Die aktuelle Lage ändert sich stündlich. Wir möchten Sie darum um Verständnis bitten, sollte diese Seite nicht den aktuellsten Stand wiedergeben. Wir bemühen uns aber um schnelle Abhilfe. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Seite hat den Stand vom 3.04.2020.
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Die wichtigsten Hotlines für Unternehmen

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Telefonische Beratung:

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E-Mail:

Fragen zur Coronaverordnung (Schließung von Geschäften etc.): coronaverordnung@wm.bwl.de

Fragen zu Finanzierungen: finanzierung@wm.bwl.de

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Internet:

Neuigkeiten

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat entschieden, im Rahmen der Unternehmensberatungsförderung ein Sofortprogramm für KMU, die aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, aufzulegen:

  • Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss für eine Beratungsleistung in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung).

  • Es können von betroffenen Unternehmen bis zur Ausschöpfung der maximalen Zuschusshöhe mehrere Beratungen im Rahmen des neuen Kontingentes beantragt werden.

  • Der Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt.

  • Die antragsberechtigten Unternehmen werden daher von einer Vorfinanzierung der Beratungskosten entlastet.

  • Betroffene Unternehmen müssen kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragstellung führen.

  • Anträge auf Förderung einer Beratung nach diesen Bestimmungen können zunächst bis einschließlich 31. Dezember 2020 gestellt werden.

Weitere Informationen dazu hier.


Corona-Hilfen im Überblick

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Kurzarbeit

Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden.

Soforthilfe Corona

Das Programm ist für Soloselbstständige, Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die unmittelbar durch die Corona-Pandemie wirtschaftlich in Not geraten sind. Die einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschüsse werden bei der Handwerkskammer Reutlingen (HWK) und bei der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) beantragt.

WICHTIG:
Bitte lesen Sie zuerst hier die wichtigen Fragen auf der Seite des Wirtschaftsministeriums durch, um zu sehen, ob Ihr Antrag berechtigt ist. Ein schlichter Hinweis auf die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden gravierenden Nachfrage- und Produktionsausfälle, unterbrochene Lieferketten, Stornierungswellen, Honorarausfälle, massive Umsatzeinbußen und Gewinneinbrüche sind keine ausreichenden Gründe für eine Förderung.

+++ Das Wirtschaftsministerium informiert: Aufgrund der hohen Anzahl an Anträgen kommt es aktuell zu Überlastungen der Seite www.soforthilfe-bw.de. Bitte Geduld, es gibt keine Antragsfrist, es werden alle Anträge bearbeitet. +++

Steuererleichterungen Finanzamt Sigmaringen

Das Bundesfinanzministerium hat am 19. März 2020 Regelungen erlassen, die für die von den Folgen der Corona-Krise betroffenen Unternehmen steuerliche Erleichterungen vorsehen.

  • Gewährung von Stundungen ohne strenge Anforderungen, dabei in der Regel Verzicht auf Verzinsung
  • Anpassungen von Vorauszahlungen unkompliziert und schnell
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen bis 31. Dezember 2020
  • Erlass von Säumniszuschlägen

Um steuerliche Erleichterungen schnell, unkompliziert und unbürokratisch gewähren zu können, finden Sie hier ein vereinfachtes Antragsformular für Stundungen bzw. Anpassungen von Vorauszahlungen beim Finanzamt Sigmaringen.

Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 56 IfSG)

Wer auf Grund einer Anordnung seitens des Gesundheitsamts oder des Bürgermeisteramts Verboten in der Ausübung der Erwerbstätigkeit unterliegt (Absonderungsverfügung, z.B. Quarantäne) und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält gemäß § 56 Infektionsschutzgesetz eine Entschädigung. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten diese vom Arbeitgeber. Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin kann innerhalb von drei Monaten einen Antrag stellen, um sich diese Beträge erstatten zu lassen (§ 56 Infektionsschutzgesetz).

Die Anträge sind an folgende E-Mail-Adresse zu schicken: post.56ifsg@LRASIG.de

Weitere Informationen zur Antragstellung hier.

Informationen für Selbstständige

  • Für Soloselbstständige soll Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II großzügig und unbürokratisch bewilligt werden. Das soll auch für die Auszahlung von Kindergeld und Kinderzuschlag gelten. Näheres bei der Agentur für Arbeit. Weitere Informationen hierzu bei Hartz4.org.
  • Soforthilfen: Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber*innen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben.
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  • Hinweise für selbständige Künstler*innen, Publizist*innen und abgabepflichtige Unternehmen: Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es bei Versicherten und Abgabepflichtigen in der Künstlersozialversicherung zu Einnahmeausfällen u.a. durch abgesagte Veranstaltungen, zurückgegebene Tickets etc. Dies kann für die Betroffenen ganz erhebliche und bedrohliche Auswirkungen haben. Das Künstlersozialversicherungsgesetz bietet hierfür Unterstützung an.
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Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Wenn ein Unternehmen in Folge der Corona-Krise in Schwierigkeiten gerät, ist die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen eine Möglichkeit, dem Unternehmen finanziell wieder ein wenig Luft zu verschaffen. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen ersthafte Zahlungsschwierigkeiten hat oder im Falle der sofortigen Einziehung der Beiträge in solche Schwierigkeiten geraten würde. Die Entscheidung über eine Stundung fällt die zuständige Krankenkasse.

Weitere Informationen und Muster-Antrag hier.

Förderprogramm „Azubi im Verbund – Ausbildung teilen“

Kurzarbeitende Betriebe, die derzeit nicht in der Lage sind, das gesamte Spektrum der in den Ausbildungsverordnungen vorgeschriebenen fachpraktischen Ausbildungsinhalte abzudecken, können sich mit anderen Betrieben zu einem Verbund zusammenschließen. Gefördert wird ein Zuschuss in Höhe von einmalig 1.000 Euro pro Ausbildungsplatz („Prämie“) bei Kurzarbeit im Stammbetrieb, wenn die Dauer der Ausbildung im Partnerbetrieb und der Kurzarbeit mindestens 4 Wochen beträgt.

=> Hier die Antragsunterlagen

Kooperationsbörsen für helfende Unternehmen

In die Produktion von Schutzausrüstung einsteigen

Es gibt verschieden Möglichkeiten, wie Sie aktiv helfen können, dass genügend Schutzausrüstung zur Bekämpfung des Coronavirus zur Verfügung steht. Über die Plattform Place2tex können sich Unternehmen vernetzen. Kontakte zu Entwicklern, Konfektionären, staatlichen Krisenstäben und Ministerien bestehen bereits und werden vermittelt. Bitte melden Sie sich auf dem Marktplatz, wenn Sie Ihre Kompetenz, Produktionskapazität oder ähnliches einbringen möchten.

Corona-Kooperationsbörse der Gesundheitsindustrie BW

Wenn Sie als Unternehmen Kompetenzen zur Lösung der medizinisch-technischen Probleme einbringen können und hierfür Partner suchen, dann dient die Corona-Kooperationsbörse des Landes Baden-Württemberg als Austauschplattform für Angebote zu Technologien, Produktionskapazitäten, Komponenten oder Fachwissen.

Weitere Informationen:www.gesundheitsindustrie-bw.de

Informationen für Arbeitnehmer

Arbeitsrechtliche Auswirkungen

Ansprechpartner und Hotlines im Überblick

  • Beantragung von Kurzarbeitergeld
    Agentur für Arbeit Balingen
    Stingstr. 17, 72336 Balingen
    Tel: 0800 4 5555 20
    Mo-Fr 8:00-18:00 Uhr
    Online zum Kurzarbeitgebergeld
  • Hotline der Bundesregierung zu Fördermaßnahmen der Förderdatenbank
    Mo-Do 9:00 bis 16:00 Uhr
    Tel: 030 18615  8000
  • Hotline der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH zu Bürgschaften bis 2,5 Mio. EUR
    Tel: 0711 1645 6
    E-Mail: ermoeglicher@buergschaftsbank.de
  • Hotline der L-Bank zu Bürgschaften über 2,5 bis 5,0 Mio. EUR
    Mo-Do 8:30 bis 16:30 Uhr, Fr 8:30 bis 16:00 Uhr
    Tel: 0711 122 2999
    E-Mail: buergschaften@l-bank.de
  • Hotline der L-Bank Betriebsmittel-, Liquiditäts- und Überbrückungsfinazierungen
    Mo-Do 8:30 bis 16:30 Uhr, Fr 8:30 bis 16:00 Uhr
    Tel: 0711 122 2345
    E-Mail: wirtschaftsfoerderung@l-bank.de
  • Hotline Mandatare des Bundes von Euler Hermes AG zu Exportkreditgarantien
    Tel: 040 8834 9000
    E-Mail: info@exportkreditgarantien.de
  • Hotline der KfW zu gewerblichen Krediten
    Tel: 0800 539 9001
    Mo-Fr 8:00 bis 18:00 Uhr
  • Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus
    Telefon: 030 346465100
    Mo-Do 8:00 bis 18:00 Uhr
    Fr 8:00 bis 12:00 Uhr
  • Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus
    Telefon: 030 18615 1515
    Mo-Fr 9:00 bis 17:00 Uhr
  • Hotline für Fragen zu Ausnahmegenehmigungen bei der Ausfuhr von Schutzausrüstung
    BAFA-Hotline: 06196 908-1444
    E-Mail: schutzausruestung@bafa.bund.de

Liquiditätshilfen

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um
Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten.

Erste Informationen hierzu auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz.

Maßnahmen der L-Bank

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe in Baden-Württemberg eine Reihe etablierter Förderinstrumente zur Verfügung. Es gilt das sogenannte Hausbankenverfahren. Das bedeutet, dass Unternehmen den Förderantrag nicht beim Förderinstitut, sondern direkt bei der Hausbank stellen. Diese kennt das Unternehmen und ist so in der Lage den Antrag kurzfristig zu prüfen und an das Förderinstitut weiterzuleiten. Die Kreditentscheidung erfolgt bei der jeweiligen Hausbank.

Hilfsangebote der L-Bank für Unternehmen, die durch den Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Hier die Zusammenfassung.

Maßnahmen der KfW

Zur Deckung kurzfristigen Liquiditätsbedarfs stehen für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe die etablierten Förderinstrumente zur Verfügung. Im Rahmen des beschlossenen Schutzschilds für Unternehmen werden diese bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern.

Unternehmen, Selbständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten.

  • Für kleine Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen: ERP-Gründerkredit Startgeld
  • Für größere mittelständische Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind: ERP-Gründerkredit Universell
  • Für größere mittelständische Unternehmen, die seit mehr als 5 Jahren am Markt sind: KfW-Unternehmerkredit, KfW-Kredit für Wachstum

Die KfW-Corona-Hilfe für Unternehmen finden Sie hier.

Hotline der KfW: Montag-Freitag: 08.00-18.00 Uhr, 0800 539 9001

Branchenspezifische Informationsangebote

Weitere Informationen zu Finanzierungshilfen